Infrastrukturbauer für wirksamen Klimaschutz

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Die Schweizer Infrastrukturbauer tragen viel dazu bei, die natürlichen Ressourcen und das Klima zu schützen. Das totalrevidierte CO2-Gesetz ist für sie aber der falsche Weg. Es nützt dem Klima zu wenig und kostet die Wirtschaft zu viel.

«Wirksamer Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind wichtiger denn je», betont Christian Wasserfallen, Nationalrat und Präsident von Infra Suisse. «Das neue CO2-Gesetz ist aber nicht der richtige Weg.» Über einen geplanten Klimafonds will der Bund jährlich über 1.2 Milliarden Franken umverteilen. Das sei weder effizient noch effektiv, aber sehr teuer, moniert Wasserfallen.

Das Gesetz schwächt zudem die Finanzierung des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF). Zukünftig sollen die Einnahmen aus Sanktionen der Autoimporteure anstatt in den NAF zur Hälfte in den Klimafonds fliessen. Erst 2017 stimmte eine klare Mehrheit der Schweizer Bevölkerung für den NAF, um eine effiziente Mobilität zwischen den Landesteilen und in den Agglomerationen sicherzustellen. «Drei Jahre später will das Parlament den Volksentscheid wieder umgehen. Das gehört sich nicht!», stellt Wasserfallen fest.

Nachhaltig Infrastrukturen beschaffen

Durch richtiges Planen und Bauen von Infrastrukturen können Bauherren sowie Unternehmen viel zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Grosses Potential sind etwa bei Recyclingbaustoffen wie Beton oder Belagsasphalt vorhanden. Mit dem neuen Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen gibt es seit Anfang Jahr auf Bundesebene die rechtliche Grundlage für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit bei der Beschaffung von Infrastrukturbauten. Die Kantone passen ihre Gesetze entsprechend an. Öffentliche Beschaffungsstellen haben damit den klaren Auftrag, nachhaltige und qualitativ bessere Angebote gegenüber billigen Angeboten eine echte Chance auf einen Zuschlag einzuräumen. Damit werden Innovationen im Infrastrukturbau belohnt und eine nachhaltige Wirtschaft gefördert.

Infra Suisse engagiert sich mit dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) für eine einheitliche und umfassende Nachhaltigkeitsbewertung bei der Beschaffung von Infrastrukturbauten. Mit InfraEco stellt der Verband zudem Bauunternehmen, Planern und Bauherren ein kostenloses Tool zur Verfügung, um mögliche Umweltrisiken bei Bauprojekten schnell und unkompliziert zu identifizieren.

Auskünfte

Matthias Forster
Geschäftsführer
058 360 77 70
078 753 39 53
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