Der NAF wird konkret

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Der Bundesrat will bis 2030 rund 13 Milliarden Franken in die Nationalstrassen investieren. Für die Schweizer Infrastrukturbauer bedeute dies nicht nur mehr Aufträge, sondern auch eine höhere Zuverlässigkeit bei den Investitionen, betonte Urs Hany an der heutigen Mitgliederversammlung von Infra Suisse in Rheinfelden. Es war seine letzte als Präsident der Branchenorganisation.

Schon heute schaden die über 20’000 Staustunden pro Jahr der Schweizer Wirtschaft. Dank dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) soll sich dies ändern. Der Bundesrat hat den eidgenössischen Räten für vier Ausbauprojekte und den zweiten Gotthard-Strassentunnel einen Verpflichtungskredit von 4.4 Milliarden Franken unterbreitet. 8.2 Milliarden Franken sind zudem für Betrieb, Unterhalt und Anpassungen des Nationalstrassennetzes von 2020 bis 2023 vorgesehen. Damit stehen dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) bis 2030 rund 13 Milliarden Franken zu Verfügung.

Die Infrastrukturbauer freuen sich über ein höheres und hoffen vor allem auf ein zuverlässigeres Auftragsvolumen. «Das ASTRA, der wichtigste Bauherr der Schweizer Infrastrukturbauer, braucht aber auch ausreichend personelle Ressourcen», sagte Matthias Forster, Geschäftsführer von Infra Suisse, an der Mitgliederversammlung. Nur so können die künftigen Projekte termingerecht und effizient realisiert werden. Dass beim Bundesamt für Strassen (ASTRA) die Eigenleistungen im Infrastrukturgeschäft schon heute lediglich zwei Prozent ausmachen, bereite der Branche Sorgen.

Neuer Präsident und neue Vorstandsmitglieder
An der Mitgliederversammlung trat Urs Hany nach sieben Jahren als Präsident von Infra Suisse zurück. Die Mitglieder dankten Hany für sein grosses Engagement. Mit den Entscheiden für den Bahninfrastrukturfonds, den NAF oder den zweiten Strassentunnel am Gotthard wurden während seiner Amtszeit bedeutende infrastrukturpolitische Weichen gestellt. Claudio Giovanoli ist der neue Präsident von Infra Suisse. Der diplomierte Bauingenieur leitet die Lazzarini AG in Chur und ist seit 2014 im Vorstand der Branchenorganisation.

Christoph Zaugg von der Friedli + Caprani AG in Bern und Marcel Baumann von der Antiglio SA in Freiburg wurden neu in den Vorstand von Infra Suisse gewählt. Zudem trat Olivier Balmer von der Marti Tunnelbau AG in Moosseedorf als Vorstandsmitglied zurück. Darüber hinaus wurde Urs Lütolf als Schulleiter der Berufsfachschule Verkehrswegbauer verabschiedet. Zehn Jahre lang prägte er mit Engagement und innovativen Ideen die Schule und machte sie zu einer der fortschrittlichsten Bildungsinstitutionen der Schweiz. Infra Suisse ist Trägerin der interkantonalen Berufsfachschule.

Auskünfte

Matthias Forster
Geschäftsführer
058 360 77 70
078 753 39 53
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